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Chronik

Am 23.Mai 1881 gründeten im „Schlenk’schen Gasthaus“ (heute Oberer Markt) 16 junge Männer den Turnverein Altdorf.

Die Gründungsmitglieder waren:

Rentamtsgehilfe August Beck Schuhmachermeister Jean Gänsbauer
Schreiner Jean Hahn Rentamtsgehilfe Jakob Heinlein
Rentamtsgehilfe Alois Kirschenhauter Schuhmacher Johann Kreisel
Gastwirtssohn Jean Morath Schuhmacher Christian Omeis
Kaminkehrer Johann Pfälzner Schreiner Johann Pühler
Maurer Konrad Pühler Magistratsangestellter Konrad Räbel
Rentamtsgehilfe Hans Riedner Schneider Konrad Rupprecht
Schuhmacher Georg Schmidt Sattler Martin Strobel

 

Zum 1. Vorsitzenden wurde Jean Gänsbauer gewählt.

Der Turnbetrieb fand in den Sommer- bzw. Wintermonaten im jetzigen Schießhausgarten bzw.  Schießhaussaal statt.

In einer Anzeige vom 4. März 1881 in der Heimatzeitung „Der Bote von Altdorf“ gibt der Turnverein bekannt, dass man gewillt ist junge Leute vom 14. bis zum 18. Lebensjahr als „Zöglinge“ aufzunehmen.

Im Jahr 1882 trat der Verein dem Pegnitzgau bei und wurde damit gleichzeitig Mitglied der deutschen Turnerschaft.

1895 erhielt der Verein einen eigenen Turnplatz, zuerst am Bleichanger, später vor dem Oberen Tor.

Im Jahr 1899 konnte der Verein, dank der Spenden von Gönnern und der Altdorfer Bevölkerung, eine Vereinsfahne erwerben.

Vom 29. – 31. Juli 1899 wurde das Fest der Fahnenweihe gefeiert. Die Patenschaft übernahm der Turnverein Wendelstein. Am Preisturnen beteiligten sich 149 Turner. Abgerundet wurden die Feierlichkeiten mit einem Festzug am Sonntagnachmittag, turnerischen Vorführungen und einem Feuerwerk am Abend.

Die großen Schwierigkeiten, mit denen der Verein stets zu kämpfen hatte, nämlich ein Lokal zu finden, um auch im Winter Turnstunden abhalten zu können, ließen den Wunsch laut werden, ein eigenes Heim zu besitzen.

Durch den Erfolg bei der Sammlung für die Fahne bestärkt, ging man nun kräftig ans Werk. Eigens wurde ein Turnhallenbau-Fond eingerichtet, Variete- und Theatervorstelllungen arrangiert, Bausteine und Anteilsscheine ausgegeben.

Entscheidend jedoch war, dass im Jahr 1903 der Altdorfer Stadtmagistrat dem Turnverein einen Platz am früheren Lederersmühlweiher als Schenkung überließ. Noch im gleichen Jahr wurde Herrn Baumeister Georg Pölloth der Zuschlag zum Bau der Turnhalle erteilt.

Mit einem großen Fest, vom 30. Juli bis 1. August 1904, beging man die Einweihungsfeier-lichkeiten für die Turnhalle. Die neue Halle hatte eine Breite von 12m und eine Länge von 20m.

1904 wurde auch ein Kinderturnen durchgeführt.

Am Sonntag, dem 2. September 1906, feierte der Turnverein Altdorf sein 25jähriges Jubiläum, verbunden mit einem Preis- und Schauturnen seiner aktiven Turner. Am Nachmittag wurde zu einem Gartenkonzert und geselliger Unterhaltung in die Gaststätte „Rosenau“ geladen. Abgerundet wurde das Jubiläum am Abend mit Festreden, Ehrungen und einem sich anschließenden Ball in der Turnhalle.

Im Juli 1908 fand das Turnfest des Pegnitzgaues in Altdorf statt.

11 Altdorfer Turner nahmen am 11. Deutschen Turnfest in Frankfurt teil.

1910 zählte der Turnverein 132 aktive und passive Mitglieder, 34 Jugendliche und 59 Kinder.

Der TV Altdorf gründete im Jahr 1912 eine Fußballabteilung. Diese bestand jedoch nur wenige Jahre und wurde schließlich wieder aufgelöst.

Vor Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde die Turnhalle vergrößert. Galerie, Küche, Garderobe und Toiletten wurden gebaut bzw. eingebaut.

13 Turner sind im 1. Weltkrieg gefallen. Ihre Namen sind in einen Gedenkstein eingemeißelt, der sich heute auf dem Altdorfer kirchlichen Friedhof befindet.

Nach Ende des Krieges wurde das Frauenturnen eingeführt.

1921 fand in Altdorf zum 2. Mal ein Gauturnfest des Pegnitzgaues statt, verbunden mit dem 40jährigen Jubiläum des Vereins.

Im Jahr 1923, der 1. Vorstand des Vereins war damals der spätere 1. Bürgermeister der Stadt Altdorf, Hans Dötsch, wurde die Turnhalle um die Bühne erweitert.

1927 wurde die Handballabteilung gegründet.

Im gleichen Jahr wurde, zusammen mit dem Arbeiterturnverein (gegründet 1923), der Sportplatz an der Heumannstraße gebaut.

Mit der Durchführung des 10. Bezirksturnfestes des Turnbezirks Mittelfranken (nahezu 1200 Wettturner nahmen teil) erlebte Altdorf 1928 sein bisher größtes Sportereignis.

Mit Turnvorführungen und Volkstänzen wurde 1931 das 50jährige Vereinsjubiläum am Sportplatz an der Heumannstraße gefeiert.

Mitgliederstand 1931: 330 Mitglieder, davon 4 Ehrenmitglieder, 60 aktive männliche und 39 aktive weibliche Mitglieder, 46 Knaben und 41 Mädchen.

2 Jahre später wurde der TV noch einmal Veranstalter eines Turnfestes des Pegnitzgaues.

1934 wurde der TV Altdorf „gleichgeschaltet“, d. h. in den Reichsbund für Leibesübungen aufgenommen.

In den folgenden Jahren errangen die Turner des TV Altdorf bei regionalen und überregionalen Turnfesten beachtliche Erfolge. Auch die Handballer konnten in diesen Jahren nennenswerte Siege einfahren.

Die Geselligkeit im Verein wurde weiterhin groß geschrieben. So organisierte man Maskenbälle für Erwachsene und Kinder, Faschingszüge, Kirchweihtanz, bunte Abende und Weihnachtsveranstaltungen.

In der Mitgliederversammlung im Jahr 1940 wurde der Name des Turnvereins Altdorf

1881 e. V. in „Turn- und Sportgemeinschaft Altdorf“ geändert.

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges und der Fortdauer des Krieges wurde der Turnbetrieb immer mehr eingeschränkt und kam schließlich völlig zum Erliegen.

Nach Ende des Krieges blieb jegliche Vereinsarbeit vorerst untersagt. Die Turnhalle wurde beschlagnahmt und wertvolles Archivmaterial zerstört. Dem Vereinsdiener Hans Popp ist es zu verdanken, dass die Vereinsfahne gerettet wurde.

Am 23. März 1947 fand die Neugründung des TV 1881 Altdorf statt.

Ehemalige Mitglieder des TV Altdorf und der seit 1933 verbotenen „Freien Turnerschaft Altdorf“ schlossen sich zu einem gemeinsamen Turnverein zusammen. Peter Schneider wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

1948 wurde die von den Amerikanern beschlagnahmte Turnhalle an den TV Altdorf zurück gegeben.

Im gleichen Jahr fand die Gründung der Tischtennisabteilung statt.

1954, unter 1. Vorstand Fritz Reichinger, wurde ein Anbau an die Turnhalle mit Klosettanlagen, Waschräumen und Umkleideräumen errichtet. 2 Jahre später wurde der Turnhalleneingang verlegt und im 1. Stock des Anbaues eine Hausmeisterwohnung geschaffen.

7. und 8. Juli 1956 - 75-Jahr-Feier - des TV Altdorf verbunden mit dem 5. Bezirksturnfest.

1962 Gründung des Eisschießabteilung.

Eine neu ins Leben gerufene Schwimmabteilung und eine Boxabteilung hatten leider keinen langen Bestand.

Im Jahr 1969 wurde Walter Topp zum 1. Vorsitzenden des TV Altdorf gewählt.

Die Turnhallenbühne wurde umgebaut, der Turnhallenhof geteert und der Sportplatz an der Heumannstraße ausgebaut.

Die im Jahr 1970 geführten Fusionsverhandlungen des TV Altdorf mit dem 1. FC Altdorf scheiterten an der Ablehnung durch die Mitgliederversammlung des Fußballer.

Im September 1971 feierte der Verein sein 90jähriges Bestehen. Im gleichen Jahr erschien auch wieder eine eigene Vereinszeitschrift. „TV Aktuell“ nannte sich die neue Vereinszeitschrift. Sie sollte vierteljährlich erscheinen und durch Berichte und Kommentare Einblick in die Vereinsarbeit des Turnvereins geben.

Die Vorstandschaften des TV 1881 Altdorf und des 1. FC Altdorf beschlossen noch im gleichen Jahr eine gemeinsame Vereinszeitung herauszugeben. So erschien als Nachfolger des „TV Aktuell“ im März 1972 der erste „Altdorfer Sportspiegel“. Später schlossen sich die Privilegierte Schützengesellschaft 1546, der Reit- und Fahrverein Altdorf und Umgebung sowie die Schützengesellschaft „Hubertus“ an.

1972 übernahm Peter Reichinger das Amt des 1. Vorsitzenden.  Er widmete sich verstärkt der Erweiterung des Übungsangebotes und der Stärkung des Breiten- und Freizeitsportes im TV Altdorf.

So wurde am 8. April 1972 die Leichtathletikabteilung und am 27. Mai 1972 die Judoabteilung gegründet.

Das Mutter- und Kind-Turnen, der Sportabzeichenkurs, das Kreislauftraining für Ältere und der Waldlauf für Jedermann wurden neu eingeführt, die Kinderturnstunden neu aktiviert.

Der Sportplatz an der Heumannstraße wurde von der Stadt Altdorf zum Grundschulsportplatz mit 100m-Bahn, Hartplatz und Sprunggrube ausgebaut. Auf Initiative des TV Altdorf wurde der Trimmpfad im „Riedener Wald“ errichtet.

Aufgrund des erweiterten Übungsangebotes stieg auch die Mitgliederzahl von 500 im Jahr 1961 auf über 700 im Jahr 1973 an.

Auch die Vereinssatzung wurde neu gefasst. Wesentliche Veränderung war, dass Mitglieder ab dem 16. Lebensjahr stimmberechtigt und mit 18 Jahren für Vereinsämter wählbar sind.

Im Dachgeschoss der Turnhalle wurde ein Büro bzw. Besprechungszimmer eingerichtet und ein neuer Geräteraum für die Turn- und Tischtennisabteilung an angebaut.

Im Jahr 1973 schloss der TV Altdorf mit der Stadt Altdorf einen Erbbaurechtsvertrag über das 17 000 qm große Gelände an der Heumannstraße für 30 Jahre ab. Dieser Erbbaurechtsvertrag war auch die Grundlage für das wohl größte Bauprojekt in der Geschichte des TV 1881 Altdorf. Es umfasste den Bau von 4 Tennisplätzen, 2 Eisschießbahnen, die Verlegung des Sportplatzes um 20m nach Osten, den Bau des Vereinsheimes mit Saal und 2 Kegelbahnen, die Errichtung von Dusch- und Umkleideräumen sowie eines Gymnastikraums und Jugendräumen. Die Baumaßnahme wurde in drei Bauabschnitte aufgeteilt und sollte in einem Zeitraum von vier Jahren abgewickelt werden. Die Planung übernahm Architekt Karlheinz Horn.

1974 war die Gründung der Tennisabteilung.

Im November 1974 waren die Eisschießbahnen fertiggestellt und es wurde mit dem Bau der vier Tennisplätze begonnen. Noch im gleichen Jahr beschloss der Vereinsrat die drei Bauabschnitte in einem Zug zu verwirklichen. Grundlage hierfür waren die erfolgreichen Verhandlungen des 1. Vorsitzenden Peter Reichinger mit dem Arbeitsamt Nürnberg, den Bau des Vereinsheimes als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach dem Arbeitsförderungsgesetz durchzuführen und somit den Rohbau des Vereinsheimes mit günstigen Darlehen des Arbeitsamtes zu finanzieren.

Im Mai 1975 fand die Einweihung der Tennisplätze statt.

Im Juli desselben Jahres war bereits das Richtfest für das Vereinsheim. Die offizielle Einweihung der neuen Vereinsanlage fand am 9. Juli 1976 statt. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 1.4 Millionen DM. An Eigenkapital brachte der TV über 200 000 DM auf. Über 50 000 DM gingen an Spenden durch die Altdorfer Bevölkerung bzw. Firmen ein. Die restliche Summe wurde über zinsgünstige Darlehen, bzw. Zuschüsse des Arbeitsamtes Nürnberg, des BLSV, des Bayr. Jugendrings, des Bezirks Mittelfranken, des Landkreises Nürnberger Land, des Freistaates Bayern und der Stadt Altdorf finanziert. Nicht zu vergessen sind mehrere tausend freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder.

Durch die Fertigstellung der Kegelbahnen wurde auch die Gründung einer Sportkegelabteilung am 2. April 1976 möglich.

Am 17. September 1976 wurde die Volleyballabteilung aus der Taufe gehoben.

Einen maßgeblichen Beitrag für die Ausweitung bzw. Intensivierung des Übungsangebotes sowie die Durchführung größerer Sportveranstaltungen beim TV Altdorf leistete 1974 auch der Neubau der Dreifachturnhalle am Leibnizgymnasium, welcher mit dem Bau der Hauptschule gekoppelt war.

In der Mitgliederversammlung von 1978 wurde Franz Hoernes zum 1. Vorsitzenden des TV Altdorf gewählt.

Der Mitgliederstand am 31. Januar 1979 betrug 1186 Mitglieder.

Das Jahr 1980 stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen zum 100jährigen Jubiläum.

Im Mai 1981 begannen die Feierlichkeiten, am 22. Mai wurde der Festkommers im Sportpark abgehalten. Viel Prominenz aus Sport, Politik und den Altdorfer Vereinen nahm daran teil. An diesem Abend wurden verdiente Mitglieder durch den BLSV geehrt und neue Ehrenmitglieder ernannt. (Hans Bachhofer, Hans Büttner, Marie Doßler, Georg Maier, Hans Edelhäuser, Michael Frank, Marie Pohler und Fritz Schmidt).

Die Schirmherrschaft für das Jubiläum hatte 1. Bürgermeister Kurt Purucker übernommen.

Am Samstag, dem 31. Mai, fand im Sportpark eine vereinsinterne Feier statt. Eingeladen waren die Mitglieder, welche in den letzten Jahren durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Vorstandschaft, dem Vereinsrat und vor allem in den Abteilungen den Verein organisatorisch am Laufen gehalten und für die weitere Aufwärtsentwicklung gesorgt hatten.

Vom 29. bis 31. Mai lief das offizielle Festprogramm mit Festzelteröffnung und Bieranstich durch den 1. Vorsitzenden Franz Hoernes. Am Samstag fand ein Wohltätigkeitsspiel zu Gunsten des Behindertensports am Sportgelände zwischen einer TV-Auswahl und dem FC-Olympia statt (dabei war auch Klaus Wolfermann, Olympiasieger 1972 im Speerwurf). Ebenso wurde ein Handballturnier mit Schüler- und Seniorenmannschaften organisiert.

Am gleichen Tag fand ein großer bunter Abend im Festzelt statt. Am Sonntagmorgen des 31. Mai traf man sich zur Totenehrung auf dem Friedhof. Am Nachmittag fand dann der große Festzug durch Altdorf mit anschließendem „Bunten Rasen“ auf dem Sportgelände statt - Turn- und Tennis-, Judo- und Volleyballabteilung zeigten Ausschnitte aus ihrem Übungsprogramm bzw. Demonstrationsspiele. Der Ausklang fand im Festzelt statt.

Auch im Verlauf des Jahres 1981 wurden im Rahmen des 100jährigen Jubiläums weitere Veranstaltungen der Abteilungen durchgeführt: ein vereinsinternes Asphaltturnier der Eisschützen, Leichtathletik-Stadtmeisterschaften, eine Stadtmeisterschaft für Kegler, ein Tischtennis-Bezirksranglisten-Turnier und die Bayr. Judomeisterschaften der A-Jugend.

Den Abschluss der Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen des TV Altdorf bildete die Sonnwendfeier mit anschließendem Feuerwerk.

Im Jahr 1981 wurde auch der § 16 der Vereinsatzung geändert. Den Vereinsvorstand bilden nun der 1. Vorsitzende, 2 Stellvertreter, 2 Kassiere und 2 Schriftführer.

Als im Jahr 1980 die Stadt Altdorf den Bau einer 2-fach Turnhalle an der Grundschule plante, nahm Vorsitzender Hans Hoernes umgehend Kontakt mit der Stadt Altdorf auf. Ziel seiner Gespräche war es, die Stadt für den Bau einer 3-fach Turnhalle zu gewinnen. Die Turnhalle des TV wies starke bauliche und hygienische Mängel auf, was auch mit großen Investitionen nicht zu beheben gewesen wäre. So bot der Turnverein der Stadt Altdorf an, den Erlös aus dem Verkauf der Turnhalle samt Gelände als Zuschuss für den Bau einer 3-fach Turnhalle zur Verfügung zu stellen.

Im November 1982 wurde eine Koronargruppe im TV gegründet. Voraussetzung war, dass sich die Ärzte Dr. Beer, Dr. Hinkmann und Dr. Ott als betreuende Ärzte zur Verfügung stellten. Als Übungsleiter fungierten Ernst Blos und Maria Kramer, später dann auch Eva Roth. Mit dieser Neugründung konnte der TV Altdorf sein Sportangebot erweitern und eine echte Lücke im Gesundheitssport schließen.

Mit einem Dankeschön für die Inserenten und Mitarbeiter wurde auch das 10-jährige Bestehen des „Altdorfer Sportspiegels“ gefeiert. Horst Topp ist als Mitbegründer und seit 1975 bis heute als verantwortlicher Gesamtredakteur tätig.

Mit einem Festakt am Freitag, dem 13. Januar 1984, wurde die neue 3-fach-Turnhalle an der Grundschule offiziell eingeweiht. Am 14. Januar fand ein Tag der offenen Tür für die Altdorfer Bevölkerung statt. Das Rahmenprogramm wurde von der Tischtennisabteilung, der Volleyballabteilung und einer Gymnastikgruppe des Vereins gestaltet. Erstmals wurde auch ein Handballspiel zwischen den Handballern aus Altdorf Uri in der Schweiz und dem TV 1881 Altdorf ausgetragen.

Die Fertigstellung der 3-fach-Turnhalle war ein Meilenstein in der über 100jährigen Geschichte des Vereins. Nach langen Verhandlungen des 1. Vorsitzenden Franz Hoernes und der Unterstützung durch den 1. Bürgermeister Kurt Purucker hatte man einen Weg gefunden, der sowohl die Stadt Altdorf als auch den TV Altdorf zufrieden stellte. Der TV bekam neue Sporträume und ein auf 50 Jahre verbrieftes Nutzungsrecht an einem Teil der Halle, die Stadt kostenlos die alte TV-Turnhalle - diese wurde anschließend zur Stadthalle umgebaut.

In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 1. November 1984 wurde nach langem Suchen ein neuer 1. Vorstand gewählt. Horst Lill stellte sich für das Amt zur Verfügung.

Am 7. Juli 1985 veranstaltete die Leichtathletik-Abteilung den 1. Altdorfer Halbmarathon. Durch den großartigen Erfolg bestärkt – 245 Sportler haben teilgenommen – wird nun seit dieser Zeit jedes Jahr dieser Halbmarathon durchgeführt.

Die Tennisabteilung war im Juli 1985Ausrichter der 1. Altdorfer-Tennis-Stadtmeisterschaft. Die Teilnehmer kamen vom TV Altdorf, dem 1. FC Altdorf und dem TC Röthenbach.

Im Oktober 1985 bildete sich eine Yogagruppe im Verein.

Die Dachsanierung am Sportpark, die Überholung der Kegelbahnen und die Entfernung der Stützmauer am Tennisplatz erforderte einen Kostenaufwand von über 50 000 DM.

1986 gründete sich aus einer losen All-Star-Karate-Gruppe die Kickbox-Abteilung, die heute einen guten Zulauf hat.

Horst Lill trat 1986 aus beruflichen Gründen vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück. Zu seinem Nachfolger wurde erneut Franz Hoernes gewählt.

Sowohl die Volleyballabteilung als auch die Kegelabteilung feierte ihr 10jähriges Bestehen.

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung am 3. Oktober 1986 wurde die verbindliche Einrichtung eines Wirtschafts-, Bau- und Vergnügungsausschusses abgeschafft. Ausschüsse können nun nach Bedarf gebildet und wieder aufgelöst werden.

Auf Grund einer Reklamation des Registergerichtes wurde per Beschluss der Mitgliederversammlung vom 22. Mai 1987 der Vereinsname korrigiert. Der Vereinsname lautet nunmehr „Turnverein 1881 Altdorf e.V.“, vorher „Turnverein Altdorf 1881 e.V.“

Walter Volz wurde für seine Verdienste für den Turnverein zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Eisschützen feierten ihr 25jähriges Gründungsfest.

Erhebliche Sanierungsmaßnahmen (Duschräume, WC-Anlagen, Grundüberholung der Tennisplätze, Verbesserung der Be- und Entlüftung im Sportpark) verursachten einen Kostenaufwand von über 100 000 DM.

Die Lauftreff-Gruppe veranstaltete erstmals einen „Trimm-Trab ins Grüne“.

Dank der guten Arbeit in den Abteilungen und einer intensiven Jugendbetreuung ist die Mitgliederzahl von 1141 im Jahr 1978 auf 1806 Mitglieder im Jahr 1988 angewachsen. Dieser starke Mitgliederzuwachs hat im Verein zu der Überlegung geführt, das Gelände an der Heumannstraße langfristig noch stärker mit Sportanlagen für die Abteilungen zu nutzen. Geplant war die Errichtung von 2 weiteren Kegelbahnen 2 zusätzlichen Tennisplätzen sowie einer weiteren Verlegung des Rasenfeldes.

Das herausragende Ereignis im Jahr 1988 war jedoch, dass erstmals in der Geschichte des TV 1881 Altdorf eine Frau das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm. Inge Gawlik wurde in der Mitgliederversammlung am 8. April 1988 einstimmig zur 1. Vorsitzenden gewählt.

Die Tischtennisabteilung feierte ihr 40jähriges Jubiläum.

Die Rock’n-Roll-Gruppe wechselte 1989 von Winkelhaid zum TV Altdorf und wird seitdem als selbständige Abteilung im Verein geführt.

Hans Bald wurde in der Mitgliederversammlung vom 24. Februar 1989 für seine großen und langjährigen Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt.

Die Eisschießanlage am Sportplatz erhielt eine Beleuchtungsanlage und die Terrasse an der Sportparkgaststätte wurde neu gestaltet.

Die Satzung wurde in einigen Punkten geändert, bzw. ergänzt.

Mit Fertigstellung des 5. Tennisplatzes im Jahr 1991 konnte der Spielbetrieb der Tennisabteilung erweitert werden.

Auch das Angebot im Gesundheitssport wurde ausgebaut. Ab September 1991 wurden Fitnessgymnastik und Wirbelsäulentraining für Männer und Frauen eingeführt.

Die bestehende Kegelbahn wurden um 2 Bahnen erweitert und über dem Geräteraum eine Hausmeisterwohnung eingerichtet.

Ein Jahr später übernahm Peter Reichinger erneut das Amt des 1. Vorsitzenden.

Die Mitgliederversammlung ernannte im Jahr 1995 Ulrich Härlein und Karl Heinl zu neuen Ehrenmitgliedern.

Am 22. März 1996 erfolgte die Gründung der Basketballabteilung.

Auf Vorschlag der Stadt Altdorf wurde dem TV Altdorf am 17. März 1996 in Wiesbaden vom damaligen Bundespräsidenten Dr. Roman Herzog die „Sportplakette des Bundespräsidenten“ überreicht. Diese Ehrung wird jährlich in Deutschland nur 10 Vereinen zuteil, die älter als 100 Jahre sind und sich durch hervorragende Leistungen im Breitensport auszeichnen.

Für langjährige Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports konnte Walter Volz durch den Landrat die Bundesverdienstmedaille in Empfang nehmen.

Im Dezember 1996 bzw. im Januar 1997 wurde die neue Judo- und Gymnastikhalle an der Heumannstraße offiziell eingeweiht. Die Gesamtkosten der Halle inklusive 3-Zimmer-Wohnung, Geschäftszimmer, Umkleide- und Duschräumen sowie Fitnessraum beliefen sich auf ca. 1,2 Millionen DM. Für die Finanzierung und Bezuschussung war Peter Reichinger, für die Planung Architekt Karlheinz Horn zuständig.

Mit der Fertigstellung der Halle konnte auch das Übungsangebot im Verein weiter ausgebaut werden, TaekWonDo, Hatha-Yoga, weitere Gymnastikgruppen und Konditionstraining wurden eingeführt.

Für ihr vielseitiges Engagement für den TV Altdorf wurde Käthe Heinl 1997 zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 28. Juni 1997 feierte die Judo- und Ju-Jutsu-Abteilung ihr 25-jähriges Bestehen.

Auch die neu eingeführten Aerobic-Stunden fanden guten Anklang und sind seither fester Bestandteil des Übungsangebotes.

Ab dem Sommer 1997 hielt der neue Trendsport „Walking“ Einzug beim TV Altdorf.

Im Jahr 1998 übernahm Horst Topp das Amt des 1. Vorsitzenden beim TV 1881.

Vom 11. bis 13. September 1998 feierte die Tischtennisabteilung ihr 50jähriges Jubiläum.

Am 12. September 1998 fand die Einweihungsfeier der neuen Beach-Volleyball-Anlage hinter der 3-fach-Turnhalle an Hauptschule und Leibniz-Gymnasium statt. Die Kosten von 150 000 DM wurden zu je einem Drittel von der Stadt Altdorf, dem Landkreis Nürnberger Land und dem TV Altdorf getragen.

Im gleichen Jahr erhielt die Volleyballabteilung den BVV-Wimpel des Bayer. Volleyballverbandes für besonders erfolgreiche Nachwuchsarbeit. Diese Auszeichnung wird nur einmal jährlich in Bayern vergeben.

1999 wurde Peter Reichinger wegen seiner außergewöhnlichen Verdienste für den TV Altdorf zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Im Vorfeld des geplanten Baus eines Hallenbades in Altdorf wurde eine Schwimm- und Wassersportabteilung gegründet. Die kommissarische Leitung wurde von Gretli Thym (Kinder + Jugend) und Veronika Müller (Wassergymnastik) übernommen.

Im Jahr 2000 konnte ein Grundstück an der alten Hagenhausener Straße in die Erbbaufläche integriert werden. Der Sportplatz an der Heumannstraße wurde generalüberholt. Die Gaststätte im Sportpark erhielt eine neue Theke.

Die Mitgliederzahl stieg im Jahr 2000, bedingt durch eine enorme Expansion in den Bereichen Judo, Fitnessgymnastik und Aerobic auf 2556.

Die Kegelabteilung und die Volleyballabteilung feierten im Jahr 2001 ihr 25-jähriges Bestehen. Mit einem Kostenaufwand von 62 500 DM wurden die Kegelbahnen saniert.

Um der großen Nachfrage im Gymnastikbereich und bei Aerobic gerecht zu werden, wurde im Verein der Bau einer neuen Gymnastikhalle ins Auge gefasst. Die neue Halle sollte auch den Ballspiel-Abteilungen neue Kapazitäten im Übungsbetrieb ermöglichen. Dabei standen zwei Alternativen zur Wahl: Erweiterung der bestehenden Judo- und Gymnastikhalle (Vorschlag von Ehrenvorstand Peter Reichinger), bzw. die Erstellung einer neuen Halle in Holzbauweise zwischen der bestehenden Gymnastikhalle und dem 5. Tennisplatz. Die Kostenvoranschläge beliefen sich auf 500 000 bzw. 1 Million Euro. Nicht berücksichtigt dabei die Kosten für die Verlegung des Hartplatzes.

In der Mitgliederversammlung 2002 wurde der großen Lösung (Erstellung einer neuen Halle) die Zustimmung erteilt. Ein Grund für Ehrenvorstand Peter Reichinger sein Amt zurückzugeben und aus dem Verein auszutreten.

Die Pläne für die neue Halle wurden erstellt, die erforderlichen Genehmigungen eingeholt. Letztendlich verzichtete der Verein aus finanziellen Gründen darauf, das Bauvorhaben in nächster Zeit zu verwirklichen.

Im Jahr 2002 feierte die Handball-Abteilung ihr 75-jähriges, die Eisschützen ihr 40-jähriges und der Altdorfer Sportspiegel sein 30-jähriges Jubiläum.

Am 29. April 2002 fand die Gründungs der Badmintonabteilung statt.

Die Jahre 2003 bis 2005 waren vor allem durch Sanierungs- und Baumaßnahmen geprägt. Das Sportpark-Dach wurde erneuert, der Sportpark-Saal erhielt einen neuen Parkettboden, eine neue Bestuhlung und kürzlich auch noch neue Vorhänge. Die Stützmauer an den Tennisplätzen musste neu errichtet werden. Ein kleiner Festplatz in der Nähe der Eisschießbahnen wurde eingerichtet. Die Beachanlage erhält 2 Fertiggaragen als Unterstellmöglichkeiten. 1 neue Garage wird an der Gymnastikhalle aufgestellt.

Auch in Zukunft werden Investitionen für das Sportgelände an der Heumannstraße dem TV 1881 erheblichen Finanzaufwand abverlangen. Priorität für den TV Altdorf aber wird sein, den bestehenden Übungsbetrieb zu erhalten bzw. auszubauen und somit den Mitgliedern auch weiterhin ein attraktives Sportangebot zu unterbreiten.

Der Streifzug durch 125 Jahre TV 1881 Altdorf e. V. kann nicht in Gänze die großen Erfolge der Sportler und Abteilungen in all den Jahren wiedergeben. Aus den nachstehenden Berichten der Abteilungen und Gruppen in der Festschrift können Sie einen umfangreichen Einblick in die großartigen Erfolge gewinnen.                                                                                                                  

Dieter Behrbohm