Bericht TV 1881 Alt­dorf II : HC Hers­bruck 26:39 (10:20)

Nach der äußerst knap­pen Auswärt­snieder­lage gegen den HC Forch­heim II stand für die zweite Her­ren­mannschaft des TV 1881 Alt­dorf das näch­ste Heim­spiel der noch jun­gen Sai­son auf dem Pro­gramm. Mit dem HC Hers­bruck gastierte dabei ein Absteiger aus der Bezirk­soberli­ga in der Wal­len­ste­in­stadt, der bere­its im Vor­feld als Favorit in die Begeg­nung ging. Den­noch wollte sich die Mannschaft um das Train­er­duo Lena Zür­chauer und Chris­t­ian Heisler keineswegs kampf­los geschla­gen geben. Vielmehr galt es, an die kämpferisch überzeu­gen­den Leis­tun­gen der ersten bei­den Saison­spiele anzuknüpfen und dem Favoriten möglichst lange Paroli zu bieten.

Bere­its in den ersten Minuten wurde deut­lich, dass die Alt­dor­fer vor ein­er schwieri­gen Auf­gabe standen. Nach zwei kurzen Führun­gen über­nah­men die Gäste zunehmend das Kom­man­do. Beson­ders das schnelle Umschalt­spiel der Hers­bruck­er stellte die Alt­dor­fer Defen­sive vor große Prob­leme. Hinzu kamen zahlre­iche tech­nis­che Fehler und unge­naue Pässe im eige­nen Angriff, die den Gästen immer wieder ein­fache Tore durch schnelle Gegen­stöße ermöglicht­en. Dies zwang die Heim­mannschaft bere­its in der acht­en Minute beim Stand von 2:7 zu ein­er Auszeit. Anschließend gelang es den Wal­len­ste­in­städtern zwar, den Rück­stand zwis­chen­zeitlich auf drei Tore zu verkürzen, doch die Gäste ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen.

Während Hers­bruck seine Angriffe weit­er­hin kon­se­quent abschloss, fehlte auf Alt­dor­fer Seite häu­fig die nötige Ruhe und Präzi­sion im Abschluss. Auch defen­siv bekam man die geg­ner­ischen Angreifer nur sel­ten in den Griff. Immer wieder gelang es den Hers­bruck­ern, sich in direk­ten Zweikämpfen durchzuset­zen und nahezu unge­hin­dert durch die Alt­dor­fer Abwehrrei­hen zu bewe­gen. Beson­ders bit­ter ver­liefen die let­zten zehn Minuten der ersten Hal­bzeit. Beim Stand von 8:13 gelang den Alt­dor­fern über mehrere Minuten kein weit­er­er Tre­f­fer, während Hers­bruck mit sechs Toren in Folge bere­its früh für klare Ver­hält­nisse sorgte. Erst kurz vor der Pause kon­nte Corvin Mey­er die geg­ner­ische Torserie durch einen ver­wan­del­ten Sieben­meter unter­brechen. Mit einem deut­lichen 10:20-Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.

Nach der Hal­bzei­tansprache, in der das Train­er­duo die bish­eri­gen Schwach­stellen aufzeigte und tak­tis­che Anpas­sun­gen vor­nahm, wollte man im zweit­en Durch­gang ein anderes Gesicht zeigen und den Rück­stand zumin­d­est etwas verkürzen. Doch bere­its kurz nach Wieder­anpfiff sorgte eine rote Karte gegen einen Hers­bruck­er Spiel­er für den ersten Aufreger. Gle­ichzeit­ig war dies der Auf­takt zu ein­er deut­lich kör­per­be­ton­teren zweit­en Hal­bzeit. Während die ersten 30 Minuten noch gän­zlich ohne Zeit­strafen aus­gekom­men waren, mussten der Schied­srichter im weit­eren Spielver­lauf gle­ich fünf Zwei-Minuten-Strafen aussprechen. Trotz der frühen Dis­qual­i­fika­tion auf Hers­bruck­er Seite gelang es den Alt­dor­fern jedoch nicht, daraus Kap­i­tal zu schla­gen. Die Gäste blieben weit­er­hin die spielbes­tim­mende Mannschaft und ließen sich auch durch die zunehmende Härte nicht aus dem Konzept bringen

Die Prob­leme aus der ersten Hal­bzeit set­zten sich weit­er fort. In der Abwehr fehlte oft­mals der nötige Zugriff auf die geg­ner­ischen Angreifer, während man sich im Angriff durch Fehlpässe, tech­nis­che Fehler und ungenutzte Tor­chan­cen immer wieder selb­st um mögliche Tor­erfolge brachte. Zwar kon­nten die bei­den Alt­dor­fer Torhüter Nico Küh­nel und Yan­nic Krug mit eini­gen guten Paraden weit­ere Gegen­tr­e­f­fer ver­hin­dern, doch gegen die häu­fig frei zum Wurf kom­menden Hers­bruck­er waren auch sie oft­mals macht­los. Die Gäste nutzten die Schwächen der Heim­mannschaft kon­se­quent aus und baut­en ihren Vor­sprung weit­er aus. Zwis­chen­zeitlich gelang es den Wal­len­ste­in­städtern zwar durch drei Tre­f­fer in Folge den Rück­stand etwas zu verkürzen, doch eine wirk­liche Aufhol­jagd wie in den Spie­len zuvor blieb aus. Auch mehrere Zeit­strafen gegen die Alt­dor­fer erschw­erten es, einen besseren Spielfluss zu entwick­eln. In der Schlussphase fand man offen­siv zwar wieder häu­figer den Weg ins geg­ner­ische Tor, am deut­lichen Rück­stand änderte dies jedoch nichts mehr.

So musste sich die Zweite des TVA am Ende mit 26:39 geschla­gen geben. Anders als in den ersten bei­den Saison­spie­len fehlte es dies­mal über weite Streck­en an der nöti­gen Kon­se­quenz im Angriff und der Entschlossen­heit in der Defen­sive. Nun gilt es, die Fehler aufzuar­beit­en und vor allem die eigene Fehlerquote zu reduzieren. Dass die Mannschaft dur­chaus in der Lage ist, auch gegen starke Geg­n­er mitzuhal­ten, hat sie in den ersten bei­den Begeg­nun­gen bere­its unter Beweis gestellt. An diese Leis­tun­gen möchte man nun wieder anknüpfen, wenn am Son­ntag, den 18.10.2026, um 11 Uhr die SpVgg Diepers­dorf zum Nach­barschafts­der­by in der heimis­chen Halle gastiert. Dabei hofft die 2. Her­ren­man­schaft auf zahlre­iche Zuschauer und laut­starke Unter­stützung, um im Der­by sich endlich die ersten Punk­te der Sai­son zu sichern.

Für den TVA spiel­ten: Nico Küh­nel (TW), Yan­nic Krug (TW), Flo­ri­an Ogait, Jan Hertlein (3), Lorenz Pöl­lot (1), Jonathan Strößen­reuther (2), Corvin Mey­er (7), Raphael Schnei­der (1), Flo­ri­an Bräm­swig, Ser­hii Nepocha­tov (1), Nico Liebel (7), Thomas Liebel (4)