Heimniederlage der D2 gegen die zweiten Buckis mit 15:20 (Halbzeit 9:11)
Schon mit dem Blick in die andere Hallenhälfte während des Einwerfens war klar: Die Gegnerinnen haben was auf dem Kasten und bekommen den Ball auch in den Kasten! Der Blick auf die eigene Hälfte bestätigte jedoch: auch bei uns geht heute was! Denn obwohl nun unglücklicherweise bestätigt ist, dass der ursprüngliche Kader sicher etwas länger geschrumpft ist, konnten wir aus dem Gesamt-Damen-Pool mit Jessy, Melly, Micha und Manu keine unerfahrenen Werferinnen schöpfen.
Die Star(t)besetzung bei Anpfiff zeigte Rose im Tor und Jessy, Valli, Anish, Sissi, Micha und Leo auf der Platte und es ging auch gleich rasant los: Rose wehrte schonmal den ersten Torwurf nach 15 Sekunden ab und Leo erzielte geschickt den ersten Treffer. Wie zu erwarten ließen sich die Buckenhofenerinnen aber nicht irritieren und erzielten rasch den Ausgleich. Kurz darauf war es mal wieder unsere Rose, deren letzte Linie standhielt – ein Ball aus dem Rückraum gefangen und einen Gegenstoß heldenhaft gehalten! Aber: Daraufhin gab es einen 7m-Strafwurf für die Gegnerinnen, der auch verwandelt wurde. Kurz hintereinander waren immer wieder 7m für die Heimseite fällig, die Sissi souverän verwandelte. Die TVAlerinnen schafften es erstmalig durch Michas 5:4‑Tor in Führung und führen mit kurzen Ausgleichen bis in die 23. Minute knapp mit einem Tor vorne, bis das Ganze leider wieder kippte.
Die Abwehr hielt stabil über das gesamte Spiel gut stand, die gegnerischen Außenspielerinnen trafen aber durchgehend sicher und die heimischen Mädels belohnten sich auch nach guter Vorbereitung durch geduldiges Spiel nicht so richtig mit Treffern.
Rückblick — Vor dem Spiel ergab die Analyse: unten werfen! Als Belohnung für Treffer in diesem Netzbereich sollten Kaltgetränke als Belohnung winken! War der Ansporn nicht heiß genug?
Gegenwart — Verena verdiente sich ein Getränk mit dem 8:7.
So viele Kreisläuferinnen gab es heute zur Auswahl, da lag es nahe, dass man durch Verwirrungstaktik mit zwei Kreispositionen angreifen wollte. Dies sollte nach der Auszeit umgesetzt werden, klappte aber nur so leidlich, da die Koordination und insbesondere die geduldige Ausübung von Druck nicht richtig temperiert wurde. Es sollte eine Besprechung des Finetunings in der Halbzeit folgen. Kurz vor Halbzeit-Abpfiff zeigte uns Jessy noch eine Bilderbuch-Körpertäuschung und holte einen Punkt aus der Mitte. Nicht unerwähnt bleiben darf jedoch auch eine werferische Nachlässigkeit, welche dann einen unnötigen bucki-schen Gegenstoß mit Torerfolg zur Folge hatte. Die Anzeigetafel zeigte nun zur Halbzeit 9:11.
Die Ansprache ergab, dass ein besseres Ausspielen der Zwei-Kreis-Taktik im Angriff notwendig war. Bezüglich der Abwehr gab es im Mittelblock kaum Optimierungsbedarf, eine 5–1‑Abwehr sollte zeitweise eingesetzt werden. Die gefährliche linke Außenseite sollte regelkonform noch etwas weiter Richtung Aus-Linie gezwungen werden. Mind-over-Body war die Ansage für die zweite Hälfte: Brust und Selbstbewusstsein auf dem Spielfeld platzieren!
Die zweite Halbzeit begann, die Buckis legten noch eins drauf, aber die TVAlerinnen zogen doppelt nach. Micha holte von außen und Sissi mit unverändert souveränem 7m-Treffer jeweils einen weiteren Punkt, während der anschließende Strafwurf für die Gegnerinnen verpuffte. Der Torhüterinnen-Wechsel auf Chrissi stellt sich mit 2 starken Paraden in Folge als klugen Schachzug heraus. Anish verhinderte zweimalig einen Gegenstoß, es stand 11:12. Keine Mannschaft ließ nach, Altdorf befand sich zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl. Es gab zwei weitere 7m-Strafwürfe gegen die Wallensteinerinnen, ohne Erfolg, und doch blieb der 2‑Tore-Abstand. Es fehlten im Augenblick Kommunikation und Timing im Angriff, die 2‑Kreis-Taktik strengte mehr an als sie Vorteil brachte. Verena verdiente sich übrigens noch 2 weitere Kaltgetränke für die vereinbarten Tore in Bodennähe, Sissi auch, nur um das hier schriftlich festzuhalten. Fun Fact: Buckenhofen konnte lediglich 2 Torerfolge durch Würfe oberhalb der Torhüterinnen-Schultern erzielen (und diese auch nur rechts – von der Werferin aus gesehen). Dies sei hier mal so stehen gelassen. In der 51. Minute holte sich unsere Torhüterin Chrissi eine Verwarnung ab — man darf den Ball nicht so superknapp vor der Gegnerin innerhalb des eigenen 7m-Raumes retten. Freiwurf für die Gegnerinnen, aber der war nicht drin. Daraufhin konnte Verena in der 52. Minute nochmal auf 15:15 ausgleichen. Die Tribüne war lautstark dabei: DANKE Leute!
Aber: es war auch Verena, die sich nochmal eine 2‑Minuten-Strafe verdiente und die Gegnerinnen nutzten die Chance durch gezieltes Abfangen der Bälle und unhaltbare Gegenstoß-Tore. Die eine Strafe war abgesessen, da gab’s gleich die nächste für unsere Valli. In Kombi mit 2 verworfenen 7m war das die Chance für die Gegnerinnen, um davonzuziehen, worum sie sich nicht bitten ließen, um dann, verdient, das Spiel für sich zu entscheiden. Dennoch, die Ansage in der Auszeit hieß: wer hier aufgeben möchte, bitte gleich das Feld den Kämpferinnen überlassen. Hat natürlich keine gemacht. Ende vom Spiel-Lied war eine heimische Niederlage gegen die SV Buckenhofen II mit 15:20.
Fazit für die Leserschaft: Bitte nicht den Spielstand mit dem Spiel verwechseln! Und Bitte an die Mädels: bitte das Rückspiel nicht so spannend machen! Aber bis zum Rückspiel haben wir die 2‑Kreis-Taktik noch ein bisschen geübt, versprochen!
Für Altdorf spielten:
Leonie Fraunhofer (1), Yasmin Tiefel, Anish Petry, Jessica Werner (3), Michaela Heubeck (2), Melanie Häusler, Verena Linder (4), Valerie Blechschmid, Manuela Wenst, Annika Fleischer, Christiana Dürndorfer (TW), Rose-Marie Feder (TW), Cecilia Thalemann (5/5)