Nach der gescheiterten Fusion der beiden großen Altdorfer Sportvereine TV 1881 mit dem 1. FCA im Jahr 1970 (der TV 1881 war dafür – der FCA dagegen ) musste sich der Turnverein für seine Zukunft neu aufstellen — Vorsitzender Walter Topp (1969 — 1972) hat dazu die Weichen gestellt und etliche junge Vereinsfunktionäre geworben. Sie übernahmen 1972 den Verein. Fortan war Peter Reichinger Vorsitzender und „Macher“ beim TVA. Das Gelände beim Brauhaus/Freibad sollte neu geordnet und ein Vereinsheim mit Saal, 2 Kegelbahnen, Duschen, Umkleiden sowie einem Gymnastikraum, Jugendräumen und einer Platzwartwohnung erstellt werden, dazu wurden 4 Tennisplätze und 2 Eisschießbahnen geplant — die Pläne für das Vorhaben wurden im Jahr 1974 von Architekt Horn gefertigt — der Baubeginn für den Sportpark war 1975 vorgesehen. In Zusammenarbeit mit der Regierung von Mittelfranken, zuständig für die nahe gelegene Grundschule, wurde zusätzlich ein Hartplatz, eine Weitsprunggrube und eine 100 m- Bahn mit eingeplant. Ziel der Fertigstellung war 1980.
Für die Umsetzung und Finanzierung konnte Peter Reichinger in erfolgreichen Verhandlungen mit dem Arbeitsamt eine besondere Förderung im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach dem Arbeitsförderungsgesetz erzielen (dabei wurden arbeitslose Handwerker aus dem Umkreis eingestellt und vom Arbeitsamt bezahlt) — zusammen mit den zugesagten Zuschüssen(Landessportverband, Bayerischer Jugendring, Bezirk Mittelfranken, Landkreis Nürnberger Land und der Stadt Altdorf) sowie einem verbilligten Darlehen vom Arbeitsamt ging man guten Mutes die Maßnahme an – sie wurde, in Absprache mit dem Arbeitsamt, auch gleich zusammen mit dem BA II umgesetzt.
Richtfest war bereits im Sommer 1975
Bild: Hans Schottner und der „Fürstn Bark“ auf dem Dach beim Richtfest
Unzählige Arbeitsstunden der Handwerker aus dem Verein (fast ausschließlich aus der Handballabteilung – an ihrer Spitze Hans Schottner, Paul (Bark) und Hans (Hanne) Fürst) reduzierten die Gesamtausgaben noch einmal erheblich. Des weiteren gab es viele Spenden aus der Altdorfer Bevölkerung und der Betriebe am Ort.
Ein Beitrag von Gerhard Pöhner in seinem Artikel über das Richtfest im Altdorfer Sportspiegel sollte nicht unerwähnt bleiben: „Die Fakten, Zahlen und auch die Querelen, welche die Baumaßnahme begleiteten, kenne ich zur Genüge, aber meine Gedanken schweifen in die Zukunft, der Saal, der jetzt im Rohbau noch kalt und abweisend wirkt, verwandelt sich dann schnell in seine spätere Gestalt — zahlreiche Menschen werden wie heute fröhliche Feste feiern oder in Versammlungen erregt debattieren und das Haus mit Leben füllen (das alles ist eingetroffen; Anm. des Verfassers). Der barrierefreie Sportparksaal war über 50 Jahre Heimstatt für viele Veranstaltungen von Vereinen, politischen Parteien, für Mitgliederversammlungen der Vereine und TV-Abteilungen wie auch für Familienfeiern — ja sogar Theater und Filme für Kinder fanden und finden dort statt.
Die Gaststätte wurde bereits am 15. April 1976 eröffnet – die offizielle Einweihungsfeier des Sportparks war dann am 9. Juli 1976.
Die Pächter wechselten in unterschiedlichen Abständen. Begonnen hat das Ehepaar Weigler, bereits im November 1076 gefolgt von der Fam. Raith und vielen weiteren Pächtern, an die man sich gerne erinnert.
Horst Topp/Gerhard Schneider
Ein Auszug von der Festschrift 2006 – 125 Jahre TV 1881 Altdorf


