Am Son­ntag empfin­gen die Her­ren I den let­ztjähri­gen Vize­meis­ter aus Amberg in der heimis­chen Klaus-Wolfer­mann-Halle. Die Gäste hat­ten nach der ver­gan­genen Sai­son einen größeren Umbruch hin­ter sich. Zahlre­iche Stamm­spiel­er hat­ten die HG nach der Vize­meis­ter­schaft ver­lassen, gle­ichzeit­ig wurde der Kad­er mit eini­gen Neuzugän­gen ver­stärkt. Entsprechend ges­pan­nt durfte man sein, mit welch­er Mannschaft die Gäste in Alt­dorf auflaufen wür­den. Mit zwei Siegen gegen die Auf­steiger aus Wack­ers­dorf und Wei­den war Amberg jeden­falls erfol­gre­ich in die neue Sai­son ges­tartet. Die Wal­len­ste­in­städter hinge­gen woll­ten nach der Nieder­lage gegen Nabburg/Schwarzenfeld wieder zurück in die Erfol­gsspur find­en und die näch­sten Punk­te einfahren.

Ver­schlafen­er Start in die erste Halbzeit

Wie bere­its gegen Nabburg/Schwarzenfeld ver­schliefen die Alt­dor­fer auch gegen Amberg die Anfangsphase. Die Gäste wirk­ten von Beginn an wach­er und lagen bere­its nach zwei Minuten mit drei Toren in Führung. Dieses Bild set­zte sich zunächst fort. In der Abwehr waren die Wal­len­ste­in­städter häu­fig einen Schritt zu spät und beka­men kaum Zugriff auf die geg­ner­ischen Angreifer, die immer wieder zu ein­fachen Tor­erfol­gen kamen.

Auch im Angriff lief wenig zusam­men. Spielerische Lösun­gen waren zunächst Man­gel­ware und selb­st wenn man sich gute Möglichkeit­en her­ausspielte oder über das son­st so erfol­gre­iche Tem­pospiel zum Abschluss kam, scheit­erte man regelmäßig am stark aufgelegten Gäste­torhüter. So sah sich der TVA bere­its in der 18. Minute mit einem deut­lichen Sieben-Tore-Rück­stand kon­fron­tiert (5:12).

Ein Torhüter­wech­sel auf Alt­dor­fer Seite brachte schließlich die erhoffte Wende. C. Thews zeigte mehrere starke Paraden und gab sein­er Mannschaft den nöti­gen Rück­halt. Auch die Defen­sive stand nun deut­lich kom­pak­ter und zwang die Gäste zunehmend zu schwierigeren Abschlüssen. Mit einem 5:0‑Lauf kämpften sich die Wal­len­ste­in­städter zwis­chen­zeitlich auf zwei Tore her­an (10:12). Amberg fand jedoch noch ein­mal eine Antwort, sodass es mit einem 10:14-Rückstand in die Hal­bzeit­pause ging.

Das­selbe Bild in Hal­bzeit zwei

Wer gehofft hat­te, dass die Alt­dor­fer den Schwung aus der Aufhol­jagd mit in den zweit­en Durch­gang nehmen wür­den, wurde zunächst ent­täuscht. Die zweite Hal­bzeit entwick­elte sich beina­he zu einem Spiegel­bild der ersten. Im Angriff verzettelte man sich erneut zu häu­fig in Einze­lak­tio­nen, während die Gäste ihre Möglichkeit­en kon­se­quent nutzten. So wuchs der Rück­stand inner­halb der ersten zehn Minuten wieder auf sieben Tore an (12:19, 40. Minute).

Doch die Wal­len­ste­in­städter bewiesen erneut Moral und gaben sich nicht geschla­gen. Mit ein­er engagiert­eren Abwehrleis­tung und mehr Tem­po im Angriff kämpfte sich der TVA Tor um Tor zurück. Inner­halb von zehn Minuten kon­nte der Rück­stand aber­mals auf zwei Tre­f­fer verkürzt wer­den (20:22, 50. Minute). Die Par­tie schien wieder völ­lig offen.

Doch genau hier zeigte sich das größte Prob­lem an diesem Nach­mit­tag: die Chan­cen­ver­w­er­tung. Während die Defen­sive phasen­weise gut funk­tion­ierte, ging man im Angriff weit­er­hin viel zu fahrläs­sig mit den eige­nen Möglichkeit­en um. Zahlre­iche aus­ge­lassene hun­dert­prozentige Tor­chan­cen sowie fehlende Clev­er­ness in Überzahlsi­t­u­a­tio­nen ver­hin­derten, dass die Alt­dor­fer den Rück­stand endgültig egal­isieren konnten.

Statt das Spiel noch ein­mal zu drehen, ließ man die Gäste immer wieder davonkom­men. In der Schlussphase schwan­den schließlich auch die Kräfte, sodass Amberg den Vor­sprung erneut aus­bauen kon­nte. Am Ende stand eine deut­liche 23:29-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Unnötige Nieder­lage – jet­zt gilt es, den Fokus wiederzufinden

Unter dem Strich ste­ht eine äußerst ärg­er­liche und vor allem ver­mei­d­bare Nieder­lage. Trotz zweier deut­lich­er Rück­stände kämpften sich die Alt­dor­fer immer wieder zurück ins Spiel, bracht­en sich durch die Vielzahl vergeben­er Chan­cen jedoch selb­st um die Möglichkeit, etwas Zählbares mitzunehmen. Eine Nieder­lage, bei der sich die Mannschaft vor allem an die eigene Nase fassen muss.

Nun heißt es, die Fehler aufzuar­beit­en, den Fokus wiederzufind­en und die kom­mende Train­ingswoche inten­siv zu nutzen. Denn bere­its am näch­sten Woch­enende wartet mit dem Auswärtsspiel bei der HG Eck­en­tal die näch­ste schwere Auf­gabe auf die Män­ner um Train­er Fips.

Ein großer Dank geht auch dies­mal wieder an unseren Block 3C und alle Fans, die die Mannschaft trotz des schwieri­gen Spielver­laufs laut­stark unter­stützt und bis zum Schluss nach vorne gepeitscht haben. Wir hof­fen, auch beim kom­menden Auswärtsspiel wieder einige von euch auf der Tribüne begrüßen zu dürfen!

Für Alt­dorf spiel­ten: A. Hiler, C. Thews, E. Schnei­der (1), P. Pechtl (3), E. Waß­mann (2), J. Strößen­reuther (1), T. Pechtl (2), J. Pöl­lot, N. Wern­er (3), M. Hiller (7/1), P. Vock­ert, M. Bar­tels, C. Vock­ert (4/1)