Für die Basketballer des TV 1881 Altdorf beginnt ein neues Kapitel. Erstmals in der Geschichte der Abteilung gehen die Herren in der Bayernliga an den Start. Nach dem Aufstieg in der vergangenen Saison wartet auf die Wallensteinstädter damit nun die bislang größte sportliche Herausforderung.
Die Grundlage dafür bildet weiterhin der Stamm der Aufstiegsmannschaft. Ein Großteil des Kaders konnte zusammengehalten werden, gleichzeitig wurde das Team sowohl in der Spitze als auch in der Breite verstärkt. Die Verantwortlichen setzen damit bewusst auf eine Mischung aus Kontinuität und frischen Impulsen.
Einen wichtigen Abgang mussten die Altdorfer dennoch hinnehmen. Point Guard Martin Feneberg zieht es zu den Nürnberg Falcons, wo er künftig in der 2. Regionalliga auflaufen wird. Dafür bleibt mit Paul Schmidt der zweitbeste Scorer der vergangenen Saison in Altdorf. Er soll auch in der Bayernliga eine tragende Rolle übernehmen und vor allem offensiv weiter Verantwortung tragen.
Zusätzliche Qualität sollen mehrere Neuzugänge bringen. Jack Okollo kommt von den Frankonia Baskets, Matthew Atewe von Flügelrad Nürnberg und Emilio Eichner von Fibalon Neumarkt. Außerdem wechseln Alexander Raum von den Amberg Knights und Roman Geyer von den Nürnberg Falcons in die Wallensteinstadt.
Die Neuen haben sich schnell eingefunden. Bereits in der Vorbereitung zeigte sich, dass die Mischung innerhalb des Kaders stimmt. Sowohl spielerisch als auch menschlich haben sich die Neuzugänge von Beginn an gut integriert und konnten der Mannschaft unmittelbar weiterhelfen.
Der Kader wird zudem mit Leo Schmidt ergänzt. Der 17-jährige U19-Bundesligaspieler der Nürnberg Falcons läuft per Doppellizenz auch für Altdorf auf. In der Bayernliga soll der Nachwuchsspieler weitere Erfahrung im Herrenbereich sammeln und gleichzeitig zusätzliche Optionen für den Kader schaffen.
Grundsätzlich wollen die Altdorfer auch eine Spielklasse höher ihrer Linie treu bleiben. Ziel ist es, weiterhin aggressiven, zielstrebigen und temporeichen Basketball zu spielen. Dass dieser Ansatz auch gegen stärkere Gegner funktionieren kann, zeigte sich in der Vorbereitung, in der über weite Strecken gute Leistungen und Ergebnisse erzielt wurden.
Der Start in die neue Spielklasse verlief allerdings alles andere als nach Wunsch. Stark ersatzgeschwächt musste der TV Altdorf am ersten Spieltag in Landshut antreten und kassierte dort eine deutliche 64:117-Niederlage. Ein Ergebnis, das schmerzt, angesichts der personellen Situation aber auch nur bedingt als Gradmesser dienen dürfte.
Einen Lichtblick gab es dennoch. Jan Boscnayi meldete sich nach langer Verletzungspause eindrucksvoll zurück. Mit 22 Punkten setzte er direkt ein Ausrufezeichen und zeigte, dass er dem Team nach seiner Rückkehr sofort wieder helfen kann.
Lange Zeit zum Grübeln bleibt ohnehin nicht. Bereits am kommenden Sonntag steht die nächste anspruchsvolle Aufgabe bevor. Mit dem Nürnberger Basketballclub kommt einer der Aufstiegsmitfavoriten nach Altdorf.
Für die Gastgeber wird es darum gehen, vor eigenem Publikum ein deutlich anderes Gesicht zu zeigen als zuletzt in Landshut. Die personelle Lage hat sich im Laufe der Woche zumindest etwas entspannt, nachdem sich das Altdorfer Lazarett zuletzt leicht gelichtet hat.
Trotzdem wartet auf die Wallensteinstädter eine schwierige Aufgabe. Um gegen Nürnberg bestehen zu können, wird Altdorf über 40 Minuten mit hoher Intensität, viel Energie und großer Konzentration auftreten müssen. Gerade nach dem deutlichen Auftakt soll dabei wieder die Mannschaft zu sehen sein, die in der vergangenen Saison mit aggressiver Spielweise, hohem Tempo und viel Einsatz den Aufstieg geschafft hat.
Eine wichtige Rolle dürfte dabei auch die Unterstützung von den Rängen spielen. Schon in der vergangenen Saison war die Atmosphäre bei den Heimspielen ein wichtiger Faktor. Gerade in der ersten Bayernliga-Saison der Vereinsgeschichte hoffen die Altdorfer deshalb erneut auf eine gut gefüllte Halle.
Spielbeginn gegen den Nürnberger Basketballclub ist am Sonntag um 17 Uhr in der Klaus-Wolfermann-Halle.