Kein Erfolg am Heimspieltag — Damen I unterliegen knapp mit 24:25
Veröffentlicht am 11. Oktober 2026
10.10.2026 Damen I – HG Amberg 24:25 (12:15)
Vergangenen Samstag durfte die Damen I des TVA gegen die HG Amberg in heimischer Halle antreten. Nach seiner überstandenen Knieoperation konnte nun Trainer Jürgen Heubeck wieder coachen und wurde von Robin Rohr unterstützt. Sie sprachen in der Kabine das letzte erfolgreiche Spiel gegen Neunburg an und beschworen ihre Damen darin, noch eine Schippe draufzulegen und die bessere Mannschaft heute zu sein. Die Altdorferinnen wussten, worauf sie sich gegen die Gäste aus Amberg einstellen mussten: ein paar wurfstarke Rückraumspielerinnen und viel Spiel über den Kreis, das durch eine kompakte Abwehrarbeit, in der man sich gegenseitig aushilft, unterbunden werden soll.
Die erste Halbzeit zeigte bereits, dass es an diesem Tag eine umkämpfte und spannende Partie werden sollte. Bereits in der ersten Minute fiel je ein Tor auf beiden Seiten (1:1). Zwar stellten die Altdorferinnen wie in der vorherigen Woche eine stabile Abwehrformation hin, so dass man einige Bälle gewinnen konnte. Allerdings brach Amberg oft durch kleine Lücken durch, die nicht rechtzeitig zugeschoben wurden und man erhielt einige Strafwürfe, die die Gäste allesamt verwandelten. Vorne spielten die Damen geduldig durch, scheiterten aber einige Male an der Amberger Torhüterin. Die Partie blieb dementsprechend ausgeglichen, bis Amberg einen 3:0‑Lauf hinlegte und sich auf drei Tore zum Ende der ersten Hälfte absetzen konnte (12:15).
In der Halbzeitpause besprachen die Damen, vorne konsequenter abzuschließen und hinten weiterhin füreinander zu kämpfen. Der Rückstand mit drei Toren war durchaus aufholbar und zwei Punkte immer noch drin. Es galt also weiterhin die kämpferische Einstellung hochzuhalten.
In der zweiten Hälfte verkürzten Julia Brix und Vanessa Hiller den Rückstand auf ein Tor (14:15), doch legte Amberg daraufhin wieder nach und erhöhte den Rückstand auf vier Tore (14:18). In einer hitzigen Situation in der Abwehr kam es dann noch zu einer doppelten Unterzahl für den TVA, die glücklicherweise den Rückstand nicht vergrößerte. Die Altdorferinnen kämpften sich wieder heran, hinten stellte man auf eine 5–1‑Abwehr um und verschob kompakt, so dass Amberg weniger gelang. Vor allem in der zweiten Welle legten die Damen nochmal nach und tankten sich durch die Amberger Abwehrreihe. Miriam Feder glich in der 49. Minuten zum 21:21 aus, doch gingen die Gäste wieder in Führung (21:22). Leider gelang es dem TVA nicht die Hand über das Spiel zu gewinnen, vergab man drei Strafwürfe sowie einige Chancen aus dem Positionsangriff. In der 58. Minute konnten die Damen durch Vanessa Hiller erneut ausgleichen (24:24). Während des Time-Outs in den letzten 50 Sekunden besprach man, nicht den Ball frühzeitig zu verlieren, um Amberg nicht die Chance eines Angriffs zu geben. Dies gelang nicht und Amberg gewann erneut den Ball und legte ebenso die Time-Out-Karte hin. Clever agieren in der Abwehr und keine leichte Torchance für die Gäste bieten, war die Devise für die Damen. Doch der Moment war am heutigen Tag nicht auf Seiten der Altdorferinnen. Amberg nutzte ihren letzten Angriff und erzielte durch einen Wurf aus dem Rückraum in den letzten 5 Sekunden das entscheidende Tor zum 24:25.
Nachvollziehbare Enttäuschung war in den Gesichtern der Damen geschrieben. Warum konnte man sich hier nicht in den entscheidenden Momenten durchsetzen? Warum schafft man es nicht, den Gegner ins Hintertreffen zu schicken und nicht selbst immer einem Rückstand hinterher zu laufen? Vielleicht sollte man sich mit diesen Fragen nicht beschäftigen, sondern daran festhalten, was die Damen heute gut gemacht haben: die Stärke ihrer kompakten Abwehr, ihr schnelles Nachziehen durch die zweite Welle sowie ihre kämpferische Einstellung. Es gilt also weiterhin, noch eine Schippe draufzulegen und füreinander einzustehen.
In der kommenden Woche geht es für die Damen I des TVA nach Forchheim gegen die SV Buckenhofen. Mit dem eindeutig besseren Start in die Saison wird die Mannschaft um Siegbert Bauer die Favoritenrolle einnehmen. Doch die Damen I haben hier durchaus Chancen auf zwei Punkte, wenn sie die entscheidenden Momente auf ihre Seite ziehen können. Es verspricht also wieder eine umkämpfte und spannende Partie zu werden. Anpfiff für die Damen I ist am kommenden Sonntag, den 18.10.2026, um 15 Uhr in Forchheim. Über zahlreiche Unterstützung auch auswärts würden sich die Damen sehr freuen.
Für Altdorf spielten:
Lena Zürchauer (TW), Alina Buttcher (TW), Marie Jäger (5), Vanessa Hiller (6), Angelina Habrank, Michaela Heubeck, Miriam Feder (2), Petra Übelmesser (1), Julia Brix (3), Manuela Wenst, Christina Maxeiner (1), Hannah Feder, Lena Vogel (6).