100 Jahre TV 1881 Altdorf

Wer seinem früheren Mannschaft­skam­er­aden plöt­zlich auf der anderen Seite des Spielfelds begeg­net, ken­nt dessen Stärken und Eigen­heit­en oft aus näch­ster Nähe. Beim Jubiläums­der­by zwis­chen dem TV 1881 Alt­dorf und dem TSV Winkel­haid bekommt diese beson­dere Verbindung eine sportliche Bühne. Viele Spiel­er ken­nen sich aus gemein­samen Jugend­jahren, manche ste­hen sog­ar heute noch zusam­men in der A‑Jugend auf dem Feld. Für 60 Minuten zählt die Fre­und­schaft allerd­ings wenig. Dann geht es um den Derbysieg.

Das Aufeinan­dertr­e­f­fen in der Bezirk­soberli­ga fällt in das Jahr des 100-jähri­gen Vere­in­sju­biläums des TV 1881 Alt­dorf. Die gemein­same Jugend wirft dabei eine inter­es­sante Frage auf: Hil­ft es, die Gegen­spiel­er so gut zu ken­nen, oder macht es das Duell ger­ade schwieriger? Cedric Vock­ert freut sich beson­ders darauf, die Entwick­lung sein­er früheren Mit­spiel­er zu sehen. „Ich find’s inter­es­sant zu sehen, wie sich die einzel­nen Spiel­er in den Her­ren­mannschaften entwick­elt haben“, sagt er. Auch auf einen Plausch abseits des Spielfelds freut er sich. Während des Spiels dürfte die Fre­und­schaft allerd­ings in den Hin­ter­grund rück­en. Erik Waß­mann, der selb­st spielt und zugle­ich diese Jugend­mannschaft trainiert, sieht darin ger­ade den Reiz. Vor und nach der Begeg­nung seien die Verbindun­gen fre­und­schaftlich, dazwis­chen gelte: „Der­by ist Derby.“

Auch sportlich bringt die Begeg­nung unter­schiedliche Aus­gangsla­gen mit sich. Winkel­haid stieg als Tabel­len­zweit­er der ver­gan­genen Sai­son in die Bezirk­soberli­ga auf, wartet nach drei Nieder­la­gen zum Saison­be­ginn jedoch noch auf die ersten Punk­te. Alt­dorf been­dete die Vor­sai­son auf Rang zehn von zwölf Mannschaften und startete zunächst überzeu­gend in die neue Spielzeit, musste zulet­zt aber eben­falls zwei Rückschläge hin­nehmen. Bei­de Teams haben damit Anlass, im Nach­barschafts­du­ell wieder ein Erfol­gser­leb­nis anzus­treben. Bei Winkel­haid fällt ins­beson­dere Hen­ri Dittmar auf, der in den ersten Saison­spie­len mehrfach bester Torschütze war. Für Alt­dorf wird es deshalb auch darum gehen, die geg­ner­ische Offen­sive in den Griff zu bekommen.

Dass bei aller Rival­ität der faire Umgang im Mit­telpunkt ste­hen soll, betont auch Petra Übelmess­er, die als Trainer­in, Phys­io­ther­a­peutin und Ath­letik­trainer­in tätig ist. Sie hofft auf pos­i­tive Emo­tio­nen, gute Stim­mung und ein faires Spiel, bei dem die Rival­ität nicht in Aggres­siv­ität umschlägt. Train­er Wolf­gang Scharnov­ell, genan­nt Fips, sieht es ähn­lich. Auf dem Feld dürfe hart gekämpft wer­den, solange es fair bleibe. Nach dem Abp­fiff gebe man sich wieder die Hand. So soll das Der­by in Erin­nerung bleiben.

Ob als langjähriger Stam­m­gast, früheres Vere­ins­mit­glied oder neugieriger Zuschauer, das Jubiläums­der­by bietet Gele­gen­heit, den Hand­ball vor Ort mitzuer­leben und ver­traute Gesichter wiederzuse­hen. Anwurf ist am Sam­stag, 31. Okto­ber 2026, um 18 Uhr in der Klaus-Wolfer­mann-Halle, Hagen­hausen­er Straße, 90518 Alt­dorf bei Nürnberg.