Saisonauf­takt Damen II gegen SG DJK Erlangen/Baiersdorf 21:13 (8:6)

Ein klein­er, drama­tis­ch­er Rück­blick:
Die ver­gan­gene Sai­son war für uns Damen II (gelinde gesagt) eine Tragödie ohne Hap­py End. Stim­mung und Tabel­len­platz lagen geschwis­ter­lich tief im Keller. Doch Anfang 2026 erre­ichte uns die Nachricht eines echt­en Hand­ball-Wun­ders: Jemand glaubt tat­säch­lich an uns und möchte das schei­dende Train­er­paar Steff L. und Gat­ti erset­zen! Mit Dave D. und Fränky A. über­nah­men zwei Män­ner das Kom­man­do, die eine sel­tene Mis­chung aus uner­schüt­ter­lich­er Geduld, Herzblut und gren­zen­losem Wohlwollen mit­bracht­en. Eine monate­lange, schweißtreibende Vor­bere­itung schweißte uns neu zusam­men – und jede einzelne Zelle des Teams bran­nte darauf, den bei­den das Ver­trauen in Punk­ten zurückzuzahlen.

Der zähe Start ins Helden-Epos:
Vor Anpfiff war die Ner­vosität in der Kabine den­noch greif­bar­er als der rote Glitzer in unseren Haaren. Alle woll­ten diesen ver­dammten, seit gefühlten Licht­jahren über­fäl­li­gen Sieg! Trotz Lari S.’ Blitzein­schlag nach nur 15 Sekun­den zum 1:0 ließ sich die Anspan­nung nicht sofort abschüt­teln. Die ersten Minuten fühlten sich zäher an als dreimal aufgewärmter Piz­za­käse. Bis zur 12. Minute fie­len auf bei­den Seit­en je 2 müh­sam erkämpfte Mager-Tore, auch dank ein­er bären­starken Rose F. im Tor, die res­oluter abwehrte als die Türste­her vorm Berghain.
Wo früher wohl schiere Panik auf der Plat­te aus­ge­brochen wäre, blieb die Damen II dies­mal stoisch ruhig und spulte ihr stun­den­lang eingedrilltes Konzept ab. Die Lück­en in der Baiers­dor­fer Abwehr wur­den durch kon­se­quentes Stoßen größer und größer – und wo abso­lut keine Lücke war, wurde sie von unseren Kreis­läuferin­nen Sis­si T. und Manu W. mit Nach­druck geschaf­fen. Zudem wirbelte Neuzu­gang Ver­e­na L. über das Feld, als hätte sie nie eine jahre­lange Hand­ball­pause ein­gelegt, und bran­nte mit Aus­dauer und kom­pro­miss­losem Zug zum Tor.
Den einzi­gen Knick im Alt­dor­fer Spiel gab es lei­der nur im Knie von Line L., das sich bere­its nach zwei Minuten Spielzeit laut­stark ver­ab­schiedete. Ein echter Knack­punkt blieb jedoch glück­licher­weise auf besagtes Knie beschränkt und spiegelte sich nicht im Spielver­lauf wider. Mit ein­er 8:6‑Führung ging es in die Kabine.

Gnaden­lose Hal­bzei­tansage & Küken-Gala:
Die Hal­bzei­tansage von Dave und Fränky war glasklar: Chan­cen nicht nur lieb anschauen, son­dern gefäl­ligst eiskalt ver­w­erten! Beson­ders Rook­ie Marie S. wurde ermuntert sowohl der geg­ner­ischen Abwehr als auch der Tribüne und sich selb­st zu zeigen, was unser Küken so alles draufhat. Marie nahm das wörtlich: Sie säbelte inner­halb weniger Minuten gle­ich vier Bälle mit chirur­gis­ch­er Präzi­sion in die Toreck­en und zün­dete damit den Tur­bo für unseren Vor­sprung!
Auch Anish P. und Manu W. net­zten wun­der­schöne Tore ein. Unser ambidex­tr­er Jok­er Car­la M. sauste der­weil munter von Linksaußen nach Recht­saußen und zurück, wom­it sie nicht nur die geg­ner­ische Abwehr, son­dern auch die Fans im Block 3C ver­wirrte. Tak­tisch zahlte sich zudem die Son­der­be­wachung gegen Anna Z., die Baiers­dor­fer Top­scorerin, voll aus, sodass Chris­si D. im Gehäuse deut­lich weniger Geschosse um die Ohren flo­gen. Und die Bälle, die doch noch durch die Abwehr rutscht­en, fis­chte Chris­si D. eiskalt raus – der per­fek­te Rückhalt!

Der erlösende Schlussp­fiff:
Beim Abp­fiff und einem phan­tastis­chen End­stand von 21:13 blieb im Team kaum ein Auge trock­en. Wir haben uns einen Sieg erkämpft, der ver­dammt lange auf sich warten ließ – um genau zu sein: 1 Jahr, 7 Monate, 24 Tage und ca. 3 Stun­den!
Ein her­rlich süßer Tri­umph, der im Anschluss mit salziger Piz­za und spritzi­gen Kalt­getränken beim Marathon-Heim­spielt­ag zur Saison­eröff­nung ordentlich gefeiert wurde! 

Für Alt­dorf spiel­ten (in numerisch­er Rei­hen­folge):
Line L., Yasi T., Anish P. (2), Jessy W. (3), Micha H. (1), Ver­e­na L. (2), Marie S. (5), Lari S. (1), Vali B. (1), Car­la M., Manu W. (3), Chris­si D., Rose F., Sis­si T. (3)

Bericht von:
Line L.