Alt­dorf – Die Alt­dor­fer Zweitli­ga-Vol­ley­bal­lerin­nen empfin­gen am Son­ntag in eigen­er Halle einen stark auftrumpfend­en SV Karl­sruhe-Beiertheim. Das Team um Alt­dorfs Kapitänin Simona Dammer musste in fünf Sätzen alles geben, um das Match nach span­nen­dem Hin und Her knapp mit 3:2 (25:20, 21:25, 25:16, 14:25, 15:7) zu gewin­nen.
Im Auf­tak­t­satz trat das TV-Septett (mit Lib­era) mit einem Alters­durch­schnitt von 21 Jahren an.

Im TV-Kad­er gibt es aktuell noch einige Ver­let­zte. Gle­ich zu Beginn präsen­tierten sich die Badener­in­nen mit ein­er starken Abwehr und ein­er sou­verä­nen Zus­pielerin. Alt­dorf lag ziem­lich schnell mit 5:10 im Rück­stand, kon­nte ab der Satzmitte aber zuver­läs­siger mit den eige­nen Angrif­f­en punk­ten. Karl­sruhe musste beim Stand von 18:21 seine erste Auszeit nehmen. Der TV sorgte mit Ath­letik und besser­er Abstim­mung für das logis­che 25:20.

Auf­fäl­lig eng wurde es im zweit­en Satz. Vor allem TV-Angreiferin Nel­ly Höl­zlein kon­nte am Netz mit ein­er Super-Tre­f­fer­quote punk­ten. Bis zum Stande von 14:14 schien alles offen. Kein Team kon­nte sich abset­zen. Zunehmend kon­nte Karl­sruhe, for­mi­da­bel organ­isiert von der 30-jähri­gen Zus­pielerin Katrin Hahn, die Big Points für sich holen. Alt­dorf wurde eher zaghafter und musste den Satz mit 21:25 abgeben.

In Satz 3 kon­nten die bei­den TV-Zus­pielerin­nen Prisca Jeschke und Anna Wag­n­er ihr
Team wieder bess­er ins Spiel brin­gen. Alt­dorf schal­tete einen Gang hoch und hat­te Erfolge mit den Aktio­nen von TV-Mit­tel­block­erin Emma Peter. Simona Dammer am Netz und die 21-jährige Lib­era Amelie Fuchs im Hin­ter­feld waren Aktiv­posten. Mit einem schnellen Ball über Lily Zant wurde der Satz mit 25:16 entschieden.

Der Folge­satz entwick­elte sich für die TV-Löwin­nen zu „ein­er Katas­tro­phe“, so später TV-Coach Swa­ger­ty. Alt­dorf war anfangs nach­läs­sig, später total von der Rolle. In Details muteten Alt­dorfs Fehler fast schon slap­stickar­tig an. Und Karl­sruhe kam immer bess­er ins Spiel. Beim 14:25 waren die ent­nervten Alt­dor­ferin­nen chancenlos.

Erneut mit der Stamm­sechs stand im Tiebreak Alt­dorf auf dem Feld. Gle­ich zu Beginn schienen die TV-Löwin­nen wie ver­wan­delt, als könne man eine Lethargie ein­fach nur so abschüt­teln. TV-Angreiferin Maria Mel­cz­er steigerte sich in einen Auf­schlag-Flow, sorgte für fünf Punk­te hin­tere­inan­der und brachte die Verun­sicherung im Karl­sruher Team unter. Hoch konzen­tri­ert fab­rizierte der TV einen Auf­schlagskracher nach dem anderen. Luisa Scholze kon­nte den Match­ball zum finalen 15:7 mit ein­er Block­ak­tion setzen.

Die 21-jährige TV-Auße­nan­greiferin Scholze, auch sta­bil­er Rück­halt in der Annahme, meinte zu Beginn ihrer drit­ten Sai­son für den TV nach dem Spiel: „Karl­sruhe hat uns mit sein­er phan­tastis­chen Abwehr und Eigen­sicherung gewaltig aus dem Rhyth­mus gebracht. Wir haben es dann hin­bekom­men, die paar Körn­er, die wir noch hat­ten, opti­mal mit Siegeswillen einzuset­zen.“ Die 22-jährige Lily Zant, Mit­tel­block­erin, wurde erst­mals in dieser Sai­son zur MVP gekürt. Zufrieden fasste sie zusam­men: „Zwar hat Karl­sruhe heute hier super per­formed, trotz­dem hat sich unsere Cool­ness am Ende durchgesetzt.”

Christy Swa­ger­ty hat­te nach dem Match einiges im Blick: „Zunächst gönne ich den Karl­sruh­ern den einen Punkt für ihre tolle Leis­tung bei uns.“ Und set­zte nach: „Unser­er Maria Mel­cz­er müssen wir eine Siegermedaille aus­suchen. Ihr gehört eine für ihre lang anhal­tende Auf­schlagskonzen­tra­tion. Das hat das Spiel entschieden.“

-PEV