End­stand: TV Alt­dorf – HG Amberg 32:34 (14:22)

Am Sam­stagabend gastierte mit der HG Amberg ein ambi­tion­iert­er Auf­stiegsan­wärter beim TV Alt­dorf. Während Alt­dorf tief im Abstiegskampf steckt, schielt Amberg noch auf den Auf­stiegsplatz. Zwar hat­ten die Gast­ge­ber mit dem wichti­gen Auswärtssieg in Oberviech­tach zulet­zt ein Leben­sze­ichen gesendet und einen ordentlichen Start in die Rück­runde hin­gelegt, doch gegen Amberg wartete ein echter Härtetest.

Erste Hal­bzeit

Die Par­tie begann aus Alt­dor­fer Sicht denkbar ungün­stig. Wie bere­its mehrfach in dieser Sai­son ver­schlief man die Anfangsphase kom­plett. Amberg präsen­tierte sich von Beginn an hochkonzen­tri­ert und über­legen, während Alt­dorf wed­er in der Defen­sive noch im Angriff Zugriff fand. Nach nur zehn Minuten stand es bere­its 3:11 – ein früher Rück­stand, der ein möglich­es Debakel andeutete. Im Angriff tat sich der TVA schw­er, gegen die kör­per­lich starke und groß gewach­sene Amberg­er Abwehr Lösun­gen zu find­en. Defen­siv fehlte es an Aggres­siv­ität und Abstim­mung, sodass die Gäste immer wieder zu ein­fachen Rück­raum­toren kamen und sich früh ein kom­fort­a­bles Pol­ster erspielten.

In der Folge gelang es Alt­dorf zwar, den Lauf der Amberg­er zu stop­pen, den Rück­stand jedoch nicht entschei­dend zu verkürzen. So ging es mit einem ver­di­en­ten Hal­bzeit­stand von 14:22 in die Kabinen.

Zweite Hal­bzeit

Nach dem Seit­en­wech­sel zeigte sich ein völ­lig anderes Bild. Alt­dorf kam wie aus­gewech­selt aus der Kabine und knüpfte an die starke Leis­tung der Vor­woche an. Beson­ders Torhüter Christo­pher Thews, der im zweit­en Durch­gang zwis­chen die Pfos­ten rück­te, avancierte mit zahlre­ichen Paraden zum entschei­den­den Fak­tor und stellte die Amberg­er Angreifer gemein­sam mit ein­er nun deut­lich sta­bil­eren Abwehr immer wieder vor große Probleme.

Auch offen­siv agierte die Heim­mannschaft nun wesentlich kon­se­quenter. Die Aus­löse­hand­lun­gen wur­den sauber zu Ende gespielt, und Alt­dorf präsen­tierte sich von allen Posi­tio­nen torge­fährlich. Aus ein­er gefes­tigten Defen­sive her­aus kon­nte man zudem immer wieder die eigene große Stärke, das Tem­pospiel, ausspie­len und zu ein­fachen Tre­f­fern kommen.

Der Lohn fol­gte schnell: Nach 34 Minuten war der Rück­stand auf 20:23 geschmolzen, in der 43. Minute verkürzte Spiel­mach­er Mar­co Hiller sog­ar auf 24:25. Die Halle war nun voll da, und Amberg sah sich zu ein­er Auszeit gezwun­gen. Die Alt­dor­fer Fans peitscht­en ihre Mannschaft laut­stark nach vorne und sorgten für spür­bare Aufbruchsstimmung.

Die Gäste fan­den nach der Auszeit jedoch wieder bess­er in ihr Spiel, agierten im Angriff abgek­lärter und nutzten ihre Erfahrung. Es entwick­elte sich eine inten­sive und umkämpfte Schlussphase, in der Alt­dorf zwar stets dran­blieb, den Aus­gle­ich jedoch nicht mehr erzie­len kon­nte. In der 58. Minute ver­wan­delte Mar­co Hiller einen Sieben­meter zum 30:31 – die Hoff­nung auf Zählbares war greif­bar. Doch Amberg behielt in den entschei­den­den Momenten die Ruhe und zog auf 30:34 davon. Zwei Alt­dor­fer Tre­f­fer in der Schlussminute sorgten schließlich für den End­stand von 32:34.

Faz­it

Der Spielver­lauf ähnelte stark dem der Vor­woche: Eine völ­lig ver­schlafene Anfangsphase, gefol­gt von einem starken zweit­en Durch­gang. Gegen die HG Amberg wog der frühe, deut­liche Rück­stand jedoch zu schw­er, sodass die beein­druck­ende Aufhol­jagd nach der Pause nicht mehr belohnt wurde. Auf die Leis­tung in der zweit­en Hal­bzeit darf die Mannschaft den­noch sehr stolz sein – phasen­weise war man der Spitzen­mannschaft aus Amberg eben­bür­tig, wenn nicht sog­ar über­legen. Umso ärg­er­lich­er bleibt der erneut miss­lun­gene Spielbeginn.

Ein großer Dank gilt den Alt­dor­fer Fans, die ihre Mannschaft trotz des Rück­stands uner­müdlich unter­stützten und die starke Leis­tung wertschätzten. Weit­er geht es am kom­menden Woch­enende auswärts beim starken Auf­steiger aus Neu­traubling. Zählbares mitzunehmen wird dort alles andere als ein­fach sein. Die Par­tie gegen Amberg hat jedoch gezeigt, welch­es Poten­zial in der Alt­dor­fer Mannschaft steckt – gelingt es, von Beginn an an die Leis­tung der zweit­en Hal­bzeit anzuknüpfen, muss sich der TV Alt­dorf auch in Neu­traubling keineswegs verstecken.

Für Alt­dorf spielten:

Alexan­der Hiller (TW), Christo­pher Thews (TW), Patrick Pechtl (2), Fin­lay Rim­mer (4), Michael Franz, Jan­nik Strößen­reuther, Jakob Pöl­lot (1), Mar­co Hiller (8/4), Tobias Pechtl (5), Cedric Vock­ert (2), Pas­cal Vock­ert (3), Moritz Bar­tels, Timo Löw (7/3).