Starke zweite Halbzeit reicht nicht für Zählbares gegen Amberg
Veröffentlicht am 18. Januar 2026
Endstand: TV Altdorf – HG Amberg 32:34 (14:22)
Am Samstagabend gastierte mit der HG Amberg ein ambitionierter Aufstiegsanwärter beim TV Altdorf. Während Altdorf tief im Abstiegskampf steckt, schielt Amberg noch auf den Aufstiegsplatz. Zwar hatten die Gastgeber mit dem wichtigen Auswärtssieg in Oberviechtach zuletzt ein Lebenszeichen gesendet und einen ordentlichen Start in die Rückrunde hingelegt, doch gegen Amberg wartete ein echter Härtetest.
Erste Halbzeit
Die Partie begann aus Altdorfer Sicht denkbar ungünstig. Wie bereits mehrfach in dieser Saison verschlief man die Anfangsphase komplett. Amberg präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert und überlegen, während Altdorf weder in der Defensive noch im Angriff Zugriff fand. Nach nur zehn Minuten stand es bereits 3:11 – ein früher Rückstand, der ein mögliches Debakel andeutete. Im Angriff tat sich der TVA schwer, gegen die körperlich starke und groß gewachsene Amberger Abwehr Lösungen zu finden. Defensiv fehlte es an Aggressivität und Abstimmung, sodass die Gäste immer wieder zu einfachen Rückraumtoren kamen und sich früh ein komfortables Polster erspielten.
In der Folge gelang es Altdorf zwar, den Lauf der Amberger zu stoppen, den Rückstand jedoch nicht entscheidend zu verkürzen. So ging es mit einem verdienten Halbzeitstand von 14:22 in die Kabinen.
Zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein völlig anderes Bild. Altdorf kam wie ausgewechselt aus der Kabine und knüpfte an die starke Leistung der Vorwoche an. Besonders Torhüter Christopher Thews, der im zweiten Durchgang zwischen die Pfosten rückte, avancierte mit zahlreichen Paraden zum entscheidenden Faktor und stellte die Amberger Angreifer gemeinsam mit einer nun deutlich stabileren Abwehr immer wieder vor große Probleme.
Auch offensiv agierte die Heimmannschaft nun wesentlich konsequenter. Die Auslösehandlungen wurden sauber zu Ende gespielt, und Altdorf präsentierte sich von allen Positionen torgefährlich. Aus einer gefestigten Defensive heraus konnte man zudem immer wieder die eigene große Stärke, das Tempospiel, ausspielen und zu einfachen Treffern kommen.
Der Lohn folgte schnell: Nach 34 Minuten war der Rückstand auf 20:23 geschmolzen, in der 43. Minute verkürzte Spielmacher Marco Hiller sogar auf 24:25. Die Halle war nun voll da, und Amberg sah sich zu einer Auszeit gezwungen. Die Altdorfer Fans peitschten ihre Mannschaft lautstark nach vorne und sorgten für spürbare Aufbruchsstimmung.
Die Gäste fanden nach der Auszeit jedoch wieder besser in ihr Spiel, agierten im Angriff abgeklärter und nutzten ihre Erfahrung. Es entwickelte sich eine intensive und umkämpfte Schlussphase, in der Altdorf zwar stets dranblieb, den Ausgleich jedoch nicht mehr erzielen konnte. In der 58. Minute verwandelte Marco Hiller einen Siebenmeter zum 30:31 – die Hoffnung auf Zählbares war greifbar. Doch Amberg behielt in den entscheidenden Momenten die Ruhe und zog auf 30:34 davon. Zwei Altdorfer Treffer in der Schlussminute sorgten schließlich für den Endstand von 32:34.
Fazit
Der Spielverlauf ähnelte stark dem der Vorwoche: Eine völlig verschlafene Anfangsphase, gefolgt von einem starken zweiten Durchgang. Gegen die HG Amberg wog der frühe, deutliche Rückstand jedoch zu schwer, sodass die beeindruckende Aufholjagd nach der Pause nicht mehr belohnt wurde. Auf die Leistung in der zweiten Halbzeit darf die Mannschaft dennoch sehr stolz sein – phasenweise war man der Spitzenmannschaft aus Amberg ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Umso ärgerlicher bleibt der erneut misslungene Spielbeginn.
Ein großer Dank gilt den Altdorfer Fans, die ihre Mannschaft trotz des Rückstands unermüdlich unterstützten und die starke Leistung wertschätzten. Weiter geht es am kommenden Wochenende auswärts beim starken Aufsteiger aus Neutraubling. Zählbares mitzunehmen wird dort alles andere als einfach sein. Die Partie gegen Amberg hat jedoch gezeigt, welches Potenzial in der Altdorfer Mannschaft steckt – gelingt es, von Beginn an an die Leistung der zweiten Halbzeit anzuknüpfen, muss sich der TV Altdorf auch in Neutraubling keineswegs verstecken.
Für Altdorf spielten:
Alexander Hiller (TW), Christopher Thews (TW), Patrick Pechtl (2), Finlay Rimmer (4), Michael Franz, Jannik Strößenreuther, Jakob Pöllot (1), Marco Hiller (8/4), Tobias Pechtl (5), Cedric Vockert (2), Pascal Vockert (3), Moritz Bartels, Timo Löw (7/3).