End­stand: TSV Neu­traubling — TV Alt­dorf: 28:22 (12:8)

Am Sam­stagabend war die erste Her­ren­mannschaft des TV Alt­dorf beim starken Auf­steiger aus Neu­traubling zu Gast. Die Oberpfälz­er sind jedoch alles andere als ein gewöhn­lich­er Lig­a­neul­ing: Mit einem bären­starken drit­ten Tabel­len­platz in Ost­bay­erns höch­ster Spielk­lasse und ein­er äußerst sta­bilen Defen­sive gepaart mit kon­se­quentem Angriff­sspiel hat sich Neu­traubling längst in der Spitzen­gruppe der BOL Ost­bay­ern etabliert. Zulet­zt unter­strich der TSV seine Qual­ität mit Punk­t­gewin­nen gegen die Topteams aus Amberg und Erlangen-Bruck.

Erste Hal­bzeit

Der TVA musste auf seinen Spielgestal­ter Mar­co Hiller verzicht­en, während auch die Gast­ge­ber Aus­fälle verkraften mussten – allen voran den von Spiel­mach­er Boris Cov­ic. Der Aus­fall Hillers machte sich ins­beson­dere im Alt­dor­fer Angriff­sspiel bemerk­bar, sodass Neu­traubling ins­ge­samt bess­er in die Par­tie fand.

Alt­dorf tat sich zunächst schw­er, die eige­nen Aus­löse­hand­lun­gen kon­se­quent zu Ende zu spie­len und klare Tor­chan­cen zu kreieren. Beze­ich­nend dafür war, dass man in der ersten Vier­tel­stunde aus dem Spiel her­aus lediglich einen Tre­f­fer erzie­len kon­nte. Den­noch blieb der TVA im Spiel, da man mehrfach Sieben­meter her­ausholte. Timo Löw zeigte sich von der Strafwur­flinie äußerst sou­verän und ver­wan­delte alle sechs Ver­suche. In der 16. Minute verkürzte er per Sieben­meter auf 7:5.

In der Folge gelang es Alt­dorf, von mehreren Posi­tio­nen Torge­fahr auszus­trahlen. In der 24. Spielminute stellte man den Aus­gle­ich zum 8:8 her, die Stim­mung auf der Alt­dor­fer Bank war pos­i­tiv, und die Mannschaft pushte sich gegen­seit­ig. Lei­der sollte dies der let­zte Gle­ich­stand der Par­tie bleiben. Während Alt­dorf bis zur Hal­bzeit beste Möglichkeit­en ungenutzt ließ und keinen weit­eren Tre­f­fer erzielte, zeigte sich Neu­traubling deut­lich effek­tiv­er und set­zte sich bis zum Pausenpfiff auf 12:8 ab.

Pos­i­tiv her­vorzuheben bleibt, dass Alt­dorf dies­mal nicht den Start in die Par­tie ver­schlief – ein Prob­lem, das sich in dieser Sai­son bere­its mehrfach gezeigt hat­te. Stattdessen waren es unkonzen­tri­erte Minuten kurz vor der Pause, die den Wal­len­ste­in­städtern eine bessere Aus­gangspo­si­tion für den zweit­en Durch­gang kosteten.

Zweite Hal­bzeit

Nach dem Seit­en­wech­sel spielte Neu­traubling die Par­tie rou­tiniert und abgek­lärt herunter – und das trotz der eige­nen per­son­ellen Aus­fälle. Spätestens mit dem Tre­f­fer zum 21:13 in der 45. Minute war die Vorentschei­dung gefallen.

Alt­dorf gab sich jedoch zu keinem Zeit­punkt auf und ver­suchte weit­er­hin, gegen die dro­hende Nieder­lage anzukämpfen. Eine offen­si­vere Abwehrfor­ma­tion brachte die Gast­ge­ber zwar kurzzeit­ig in Bedräng­nis, wirk­lich span­nend wurde die Begeg­nung jedoch nicht mehr. In den Schlussminuten gelang es dem TVA immer­hin, einige Angriffe kon­se­quent auszus­pie­len und von ver­schiede­nen Posi­tio­nen erfol­gre­ich abzuschließen, sodass das Ergeb­nis noch etwas fre­undlich­er gestal­tet wer­den kon­nte. Am Ende stand jedoch eine in dieser Höhe ver­di­ente 28:22-Auswärtsniederlage.

Faz­it

Ins­ge­samt entwick­elte sich ein erwart­bares Spiel zwis­chen starken Neu­traublingern und wack­er kämpfend­en, per­son­ell geschwächt­en Alt­dor­fern. Die Mannschaft von Train­er Löw zeigte über die gesamte Spielzeit hin­weg Moral und Ein­satz, für Zählbares reichte es jedoch ver­di­en­ter­maßen nicht. Punk­te in Neu­traubling wären als Bonus zu ver­buchen gewe­sen – umso wichtiger wird die kom­mende Aufgabe.

Am näch­sten Woch­enende gastieren die Wal­len­ste­in­städter um 19:00 Uhr beim HC Hers­bruck. In diesem direk­ten Duell im Abstiegskampf ste­hen für bei­de Teams enorm wichtige Punk­te auf dem Spiel. Die erste Mannschaft des TV Alt­dorf freut sich über zahlre­iche Unter­stützung beim Abstiegskracher in Hers­bruck und bedankt sich zugle­ich bei den mit­gereis­ten Fans in Neutraubling.

Für Alt­dorf spielten:

Alexan­der Hiller (TW), Christo­pher Thews (TW), Patrick Pechtl (3), Fin­lay Rim­mer (1), Michael Franz (1), Jan­nik Strößen­reuther, Jakob Pöl­lot (1), Tobias Pechtl (2), Cedric Vock­ert (2), Pas­cal Vock­ert (3), Moritz Bar­tels (1), Timo Löw (8/6).