Fotograf: Stephan Lehmphul

Alt­dorf – Am drit­tlet­zten Spielt­ag kon­nten die TV-Löwin­nen in eigen­er Halle gegen den SSC Freisen aus dem Saar­land die schwache Vorstel­lung aus dem Hin­spiel mehr als wettmachen. Mit einem for­mi­da­blen 3:0 (25:22, 25:15, 25:20) gelang den Mit­tel­fränk­in­nen die Revanche, drei wichtige Punk­te sich­ern den zweit­en Tabel­len­rang. Trainer­in Christy Swa­ger­ty visiert in ihrer vierten Sai­son für Alt­dorf die 50 Punk­te an.

Im Auf­tak­t­satz startete Alt­dorf vor richtig gut besuchter Kulisse – auch die Saar­län­der hat­ten ca. 20 Fans mit in die Halle gebracht – nervös. Viele kleine Nach­läs­sigkeit­en in der TV-Sicherung boten Freisen die Möglichkeit zu punk­ten. Alt­dorf war im Spielauf­bau hek­tisch unter­wegs und leis­tete sich im ersten Satz fünf Fehlauf­schläge. Außer­dem agierten die Saar­län­derin­nen am Netz vari­abler. Lediglich TV-Auße­nan­greiferin Sophia Botsch hielt ihr Team anfangs mit zuver­läs­si­gen Punk­ten und genauem Auge im Spiel. 

Beim Stande von 17:21 war der Satz fast schon weg, doch ab diesem Moment spiel­ten die TV-Löwin­nen couragiert­er und holten bei den lan­gen Ball­wech­seln alle Punk­te. Beson­ders die 20-jährige TV-Auße­nan­greiferin Luisa Scholze agierte selb­st­be­wusst und set­zte mit Über­sicht die Big Points. Par­al­lel dazu hielt Abwehr-Lib­era Maria Mel­cz­er ihr Team konzen­tri­ert mit Ret­tungsak­tio­nen im Spiel. Anna Lehm­phul­been­dete den Satz, der mit 25:22 gedreht wer­den kon­nte, mit riskan­tem Auf­schlag­druck. Nach­dem Alt­dorf fast den ganzen Satz zurück­gele­gen war, war am Satzende der TV doch noch in Front gegan­gen. Alt­dorfs Luisa Scholze, in ihrer zweit­en Sai­son für den TV mit dabei, blick­te auf den Satz zurück: „Am Anfang waren wir arg wack­e­lig. Aber dann hat sich unser Spir­it durchge­set­zt. Am Satzende war unser Wille zu gewin­nen, entschei­dend. Das hat dann auch gereicht.”

Durch­weg konzen­tri­ert­er gin­gen die Mit­tel­fränk­in­nen den Folge­satz an, spiel­ten ihre Ball­wech­sel sauber und mit Elan zu Ende. Die TV-Löwin­nen bracht­en Arme und Kör­p­er in der Abwehr gut hin­ter den Ball und kon­nten damit den eige­nen Angriff in Vor­bere­itung brin­gen. Mitte des Satzes sicherte sich der TV einen sat­ten Vor­sprung. Zudem hat­ten die Saar­län­derin­nen zunehmend Prob­leme mit der Annahme der wuchti­gen und unan­genehmen TV-Auf­schläge. In der Net­zmitte pack­te die 21-jährige Lily Zant ener­gisch zu. Deut­lich war der 25:15 Satzstand. 

Der TV punk­tete weit­er mit riskan­ten Auf­schlä­gen und holte im drit­ten Satz schnell eine 4:0 Punk­te­führung. Die Löwin­nen spiel­ten schneller und vari­abler, wech­sel­ten fleißig durch und set­zten nicht nur auf eine Stamm­for­ma­tion. Alt­dorf brachte seine Angriffe in der Regel durch. Freisen schlug immer häu­figer ent­nervt ins Aus, oder der Ball lan­dete schlussendlich irgend­wie auf dem saar­ländis­chen Ter­rain. Mit 25:20 hat­ten sich die Löwin­nen durchgesetzt. 

Die selb­st­be­wusst auftre­tende und durch­weg agile Alt­dor­fer Kapitänin Simona Dammer, erneut zur MVP-Akteurin gekürt, bilanzierte die 75 Spielminuten gegen Freisen, das sich im Vor­feld vorgenom­men hat­te, Alt­dorf erneut zu dis­tanziere­nund selb­st Platz 2 in der Tabelle zu erre­ichen, gut gelaunt: „Wir haben es hin­bekom­men, unsere Fehlerquote am Ende des ersten Satzes deut­lich zu min­imieren. Und für unsere Zus­pielerin­nen ist es dann leicht gewe­sen, uns anzus­pie­len. Weil alle Angreiferin­nen richtig Pow­er hat­ten und Lösun­gen gefun­den haben.“

Relaxed kon­nte sich auch TV-Coach Christy Swa­ger­ty nach der Begeg­nung geben: „In der Vor­runde sind wir im Saar­land richtig unter die Räder gekom­men. 9:25 im ersten Satz. Heute haben wir ab Ende des ersten Satzes unsere Qual­itäten gezeigt. Allerd­ings haben bei Freisen heute auch zwei Stamm­spielerin­nen gefehlt. Die bei­den let­zten Saison­spiele wollen wir gewinnen.“

-Pev-